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Wieviel Menschen leiden unter Haarausfall ?

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Antwort:

Unter Haarausfall, medizinisch genannt Efluvium, versteht man die einzeln ausgehenden Haare pro Tag. Erst ein Patient, der über 100 Haare pro Tag verliert, leidet unter Haarausfall. Die Kahlheit, medizinisch Alopezie, ist der Endzustand des Haarausfalls und wird im Volksmund als "Glatze" bezeichnet.

Schätzungen ergeben, daß ca. 50% der Bevölkerung an Haarausfall leiden. Das bedeutet jeder 2. in unserer Gesellschaft. Bei 15% nimmt dieser ein solches Ausmaß an, daß es zur Kahlheit (Glatzenbildung) führt.

Wodurch entsteht Haarausfall ?
Antwort:

Grundsätzlich unterscheidet man unter 3 verschiedenen
Arten von Haarausfall:

  • Die häufigste Art ist der androgenetische -erblich bedingte- Haarausfall mit ca. 80%. Erblich bedingt heißt, daß in der Erbsubstanz Informationen weitergegeben werden, die ab einem gewissen Alter zu Haarausfall und Glatzenbildung führen.
  • An zweiter Stelle steht der kreisrunde Haarausfall, der durch immunologische Disposition hervorgerufen wird.
  • Die dritte Art ist der diffuse Haarausfall, der sich über den ganzen Kopf verteilt. Davon sind in der Regel mehr Frauen als Männer betroffen.
    Die häufigsten Ursachen sind Hormonschwankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel, aber auch Streßsituationen und Infektionskrankheiten, die akut zu Haarausfall führen. Einige Medikamente können ebenfalls zu Haarausfall führen, insbesondere bei Chemotherapie.
  • Ferner können auch Umwelteinflüsse und falsche Ernährung zu Haarausfall führen.

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Welche Produkte gegen Haarausfall gibt es ?

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Antwort:
  • Hier ist die große Gruppe der Hormonpräparate zu erwähnen, die nur, wenn überhaupt, beim erblich bedingten Haarausfall wirksam sind, da dieser Haarausfall aufgrund hormoneller Dysregulation an der Haarwurzel entsteht.
  • Eine weitere Gruppe sind cortisonhaltige Präparate. Diese werden vorwiegend beim kreisrunden Haarausfall eingesetzt, sowie bei entzündlichen Veränderungen der Kopfhaut (Ekzeme).
  • Dann gibt es die große Gruppe der frei verkäuflichen Haarprodukte meist auf naturheilkundlicher Basis.

Kann man mit der Wirkung dieser Produkte gegen Haarausfall zufrieden sein ?
 

Antwort:

  • Hier muß man eindeutig zwischen kurzzeitig wirksamen Präparaten und Präparaten, die eine Langzeitanwendung ermöglichen, unterscheiden. Die Hormonpräparate sind oft mit cortisonhaltigen Zusatzstoffen versetzt, so daß man aus dermatologischer Sicht eine langfristige Anwendung über Jahre ablehnen muß. Die Wirksamkeit, d.h. ein Stoppen des Haarausfalles ist durch diese Präparate in gewissem Umfang möglich.
  • Die zweite Gruppe der cortisonhaltigen Präparate betrifft vorwiegend die Patientengruppe mit kreisrundem Haarausfall. Hier kann man kurzfristig Cortison anwenden; d.h., eine Kurzzeittherapie ist möglich, aber sie können keine Rezidivprophylaxe durchführen, wenn die Haare bereits nachgewachsen sind, so daß diese Patienten mit einer Autoimmunerkrankung weiterhin sehr häufig ein Rezidiv, d.h. ein Neuauftreten des kreisrunden Haarausfalles erleiden.
  • Im Vergleich dazu sind bei frei verkäuflichen Präparaten keine Zusatzstoffe, welche die Langzeitanwendung behindern, enthalten. Die meisten Präparate gegen erblich bedingten Haarausfall sind nicht ausreichend wissenschaftlich getestet. Sicher eines der am besten klinisch geprüften Präparate ist ein thymuspeptidhaltiges Präparat, das unter der Marke Thymuskin als Haarkur, Haarshampoo, Haarbalsamspülung und weiterer ergänzender Haarpflegepräparate vorliegt. Dieses Präparat ist nebenwirkungsfrei und langfristig anwendbar.
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